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  #1  
Alt 19.01.2010, 17:13
MarleneGeselle MarleneGeselle ist offline
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Registriert seit: 26.07.2009
Beiträge: 489
Standard Griffiths, Elly: Totenpfad

Griffiths, Elly: Totenpfad, 2009 Rowohlt Verlag, Einbek; ISBN: 978 3 8052 0874 1


Zwei kleine Mädchen, ein ungewöhnliches Ermittlerduo, ein Henge – und die Frage nach dem Überschreiten unsichtbarer Grenzen

In ihrem ersten gemeinsamen Fall müssen sich die forensiche Archäologin Ruth und der Kripobeamte Nelson mit einem ungewöhnlichen Mordfall befassen. An dem Ort, an dem vor etlichen Jahren ein Henge ausgegraben wurde, findet man die Leiche eines toten kleinen Mädchens. Der Fall erinnert Nelson an einen alten, unerledigten Fall, der ihn immer noch beschäftigt und mehr belastet, als er zugeben möchte. Wie um ihn zu verhöhnen, erhält der Kripobeamte in unregelmäßigen Abständen Post vom Täter. Dieser Täter kann kein gewöhnlicher Krimineller sein: zu gut sind seine Kenntnisse in keltischer und germanischer Mythologie, zu gut kennt er den Fundort der Leiche und alles, was damit zu tun hat.
Ruth kann die Vermutungen Nelons nur bestätigen. Der Verdacht fällt folgerichtig auf eine kleine Gruppe von Personen, die bestimmte, klar definierte Eigenschaften haben: die nötigen Kenntnisse und die Tatsache, dass sie die Möglichkeit haben, sich über einen sehr langen Zeitraum in der Nähe des Fundorts aufzuhalten.
Während sich die Spreu vom Weizen trennt, kommen sich Ruth und Nelson menschlich näher und werden mehr als nur Freunde. Aber ein Happy-End zwischen Nelson, der eine Familie hat, und Ruth, die bis dahin als Einsiedlerin praktisch nur für ihren Beruf lebte, muss noch auf sich warten lassen.

Fazit: Nach einem etwas langatmigen Einstieg und den Figuren, die ein wenig gewöhnungsbedürftig waren, kommt subtile Spannung auf. Die Autorin verzichtet auf reißerische Elemente und lässt sowohl den Protagonisten als auch der Landschaft die nötige Zeit, sich voll zu entfalten. Ein ideales Buch für ein Wochenende oder zum Verschenken an Leser, die mehr als nur die übliche Standardware bevorzugen.
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Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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